Aktuell wurden in der Stadtpolitik neue Gymnasien für Dotzheim und Kastel diskutiert.
Von Delkenheim über Erbenheim, Nordenstadt, Breckenheim, Igstadt, Kloppenheim, Medenbach, Auringen, Rambach, Heßloch bis nach Naurod gibt es kein Gymnasium. Die Schüler der östlichen Vororte fahren heute bis zu 50 Minuten mit dem Bus quer durch die Stadt um ein Gymnasium zu besuchen.
Sämtliche Schüler und Eltern erzeugen zusätzlichen Verkehr quer durch die gesamte Stadt, der mit einem Gymnasium im Osten reduziert werden könnte.
Die Baugebiete Hainweg in Nordenstadt, Bierstadt-Nord sowie Erbenheim-Süd steigern dazu den Bedarf an Gymnasialplätzen im Wiesbadener Osten in den nächsten Jahren.

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2 Kommentare

Ursula B., 17. April 2020 um 11:11 Uhr

Grundsätzlich ist das nachvollziehbar. Als "Dorfkind" kenne ich die Situation von langen Pendelzeiten (1 Std, ca. 30 km) aus eigener Erfahrung und finde es traurig, dass selbst "Stadtkinder" fast so lange unterwegs sind für wesentlich kürzere Distanzen.

Wäre es nicht besser, die Schulen nicht im Wettbewerb antreten zu lassen, sondern es zu ermöglichen, dass Schüler in den zwei bis drei nahegelegenen Schulen umfassende Schulprofile für ihre Anforderungen finden?

Was nicht heißt, dass im Osten nicht ein weiteres Gymnasium entstehen könnte. Ein Problem wird es allerdings nicht lösen: Wenn Eltern denken, dass ihr Kind aufs Dilthey- oder das Gutenberg-Gymnasium "muss", weil das die vermeintlich besten Schulen sind. Auf beiden ist durch Latein und Französisch als 1. Fremdsprache auch eine Anwahl gut möglich - d.h. diese Pendel-Schüler wird es weiterhin geben.

Wir haben - aufgrund eigener Erfahrungen - damals die Dauer des Schulwegs auch als Aspekt berücksichtigt und sind sehr gut damit gefahren. Keine Schule ist richtig schlecht - es hängt unheimlich viel von den handelnden Personen ab. Wenig engagierte Lehrer finden sich auch in den Kollegien der vermeintlich "tollen" Schulen, das zeigt derzeit Corona sehr deutlich [Infos aus dem Freundeskreis, wir sind in der Familie mit dem Thema durch ;-)].

Manuel Köhler, 16. April 2020 um 18:00 Uhr

Die Fliedner-Schule in Bierstadt ist zwar relativ gut erreichbar; für einen ausgewogenen Wettbewerb der Schulen untereinander und für ein echtes Angebot zur Wahl der Eltern ist es nicht ausreichend. Wie Jörg zuterffend ausführt, gibt es eigentlich nur die Wahl zwischen der Fliedner-Schule oder einer Bus-Odyssee mit mindestens einem Umstieg. Hier wäre - auch in Anbetracht der wachsenden Schülerzahlen - eine Alternative im Wiesbadener Osten wünschenswert.

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