Der Wald auf den Taunushängen leidet massiv unter der Trockenheit mit deutlichen Schäden quer durch alle Baumarten – dabei werden wir die vollen Folgen der Jahre 2018 und 2019 erst in wenigen Jahren sehen. Auch in diesem Jahr ist zu wenig Regen gefallen und bei höheren Sommertemperaturen zu viel Feuchtigkeit verdunstet, so dass der Boden in der Tiefe weiter austrocknet und sich das Baumsterben beschleunigen wird. Wegen des abschmelzenden Meereises in der Arktis wird auch in zukünftigen Jahren sich der Jetstream im Sommer abschwächen und uns entweder sehr feuchte oder aber wahrscheinlicher sehr trockenen-heiße Sommer bescheren. Der uns umgebende Wald ist augenscheinlich sehr viel stärker bedroht als noch vor wenigen Jahren in Gutachten angenommen. Fällt der Wald großflächig, wird auch das Stadtklima noch viel heißer mit im Sommer negativen Folgen für die Gesundheit und wirtschaftliche Produktivität, es sinken die Ernteerträge der Bauern, es nimmt die Grundwasserneubildung ab und es fehlt uns ein wichtiges Naherholungsgebiet.
Für das Wohlergehen der Stadt ist dieser Wald wichtig. Die Budgets für die Forstämter, Baumschulen und die Waldbrandbekämpfungsfähigkeiten der Feuerwehr sollten um jeden Wunsch aufgestockt werden, den diese Institutionen stellen um den Wald zu erhalten. Für die Naturverjüngung muß wo notwendig der Wildbestand reduziert werden. Trinkwasserschutzgebiete sollten ausgeweitet werden und Maßnahmen ergriffen werden, um die Abflussgeschwindigkeit in unserer Umwelt und den Bächen zu reduzieren, um die Trinkwasserneubildung zu fördern. Dazu sollten bei Bauvorhaben eine Regenwasserversickerung auf den Grundstücken gefordert werden.

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