Gerade in der aktuellen Zeit merken wir, wie sehr wir in Abhängigkeit von dezentralen und ausländischen Lieferanten sind. Dies trifft auch für landwirtschaftliche Erzeugnisse zu.
Unsere heimische Landwirtschaft hat in den vergangenen Monaten riesige Flächen wertvollstem Ackerland verloren. Sei es im Bereich Hainweg Nordenstadt, Kastel, Bierstadt oder Erbenheim. In absehbarer Zeit kommen noch Flächen in Delkenheim für die „Wallauer Spange“ und weitere hinzu.
Daher sollten wir mit großem Bedacht überdenken ob die Bebauung des Ostfeldes/Kalkofen wirklich notwendig ist. Hier befindet sich Kulturland das unwiederbringlich zerstört wird.
Welchen Preis hat diese Wachstum für unser Leben in Wiesbaden?
Verkehr, Luftqualität, Natur und landwirtschaftliche Flächen stehen gegen eine ungewisse Nachfrage nach Wohn- und Industriefläche in diesem Gebiet.

Natürlich stehen wir für Wachstum und Marktwirtschaft, aber Wiesbaden hat genügend Flächen, die innerhalb der bestehenden Bebauung entwickelt werden können.

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1 Kommentar

Ursula B., 21. April 2020 um 15:08 Uhr

Den Punkt regionale Nahversorgung sollte man sehr genau abwägen gegen eine weitere Ausweitung für Wohnen und Gewerbe zu Lasten von landwirtschaftlichen Flächen - da bin ich bei Ihnen.

Ich finde, man muss auch prüfen, wo die Grenzen des Wachstums sind. Kann es so weitergehen, Wachstum um jeden Preis? Ist das BIP die richtige Kennzahl? Nach vielen Jahrzehnten des quasi ungezügelten Wachstums darf man auch mal hinterfragen, was Wachstum und Wohlstand bedeutet und wie man das misst.

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