Der Zusammenhalt in unserer Gesellschaft ist in den vergangenen Jahren nicht unbedingt gewachsen. Ein „Miteinander“ ist meines Erachtens zu selten zu spüren. Die gesellschaftliche Anonymisierung hat hingegen zugenommen.
Gerade wenn Opfer einer Straftat auf Hilfe angewiesen sind, wird zu oft weggeschaut anstatt zu helfen. Dabei ist es so einfach zu helfen und zu unterstützen – gerade in einer Notlage.
Eine Möglichkeit hierfür ist die stadtweite Einrichtung von SICHEREN ORTEN oder SAFE PLACES.
Supermärkte, Kaufhäuser, Restaurants oder sonstige öffentlich zugängliche Gebäude könnten solche SICHEREN ORTE sein. Opfer einer Straftat können dann jederzeit, sofern die Gebäude geöffnet haben, dort hingehen und bekommen von geschultem Personal geholfen, damit sie sich nicht alleine fühlen. Das Personal ruft in jedem Fall die Polizei, damit die Straftat registriert und verfolgt wird. Sofern notwendig wird Erste Hilfe geleistet und/oder der Rettungsdienst verständigt. Das Opfer wird jedenfalls in der sich befindlichen Ausnahmesituation nicht alleine gelassen. Die Erkennbarkeit solcher SICHEREN ORTE lässt sich einfach darstellen: Ein gut sichtbarer Aufkleber/Plakat im Eingangsbereich zeigt, dass es sich um einen SICHEREN ORT handelt, wo Menschen in Not geholfen wird.
Auf diese Weise könnte das „Füreinander“ in der Gesellschaft gestärkt und mehr Sicherheit in der Stadt geschaffen werden.

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2 Kommentare

Michael Hofmeister, 30. August 2020 um 12:33 Uhr

Projekt "Leon" der Hess. Polizei ist prima!

Wilhelm Vogel, 19. Juni 2020 um 00:39 Uhr

Das speziell für Kinder ins Leben gerufene Projekt "Leon" der Hess. Polizei kann als beispielhaft angesehen werden.
Die Geschäfte, die bei dem Projekt mitmachen, hängen ein Plakat mit dem Polizeilöwen gut sichtbar ins Schaufenster. Die Kinder wissen beim Anblick schnell: „Da, wo Leon ist, bekomme ich Hilfe.“

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