Großbetriebe sorgen seit Monaten für immer neue Skandale und ziehen damit Landwirte und die Fleischereibranche in Gänze in Mitleidenschaft. Der Schlüssel zu bewusster Ernährung liegt in der Regionalität. Wenn wir es ernst meinen mit nachhaltiger Lebensmittelerzeugung und bewusstem Konsum brauchen wir einen regionalen Schlachthof. Dies ist auch prädestiniert für ein Projekt interkommunaler Zusammenarbeit.

Die gesamte Region würde von einem solchen Schlachthof profitieren, Landwirte, Metzger und Verbraucher. In einem interkommunalen Projekt würde man dann auch entsprechende Kosten aufteilen können.Kurze Wege der Landwirte zu einem Schlachthof sind auch Teil des Tierwohls, denn jeder Kilometer mehr bedeutet zusätzlichen Stress für die Tiere. Metzger könnten ortsnah entsprechende Teile erwerben und die Kommunen hätten direkten Zugriff, um Hygiene- und Arbeitsbedingungen regelmäßig zu überprüfen. Wir müssen in Zukunft vermeiden, dass das Schlachten von Tieren wenigen Großbetrieben überlassen wird, sondern deutlich mehr Dezentralität in diese Branche bringen. Kurze Wege, regionale Bezüge und transparente Bedingungen führen zu Vertrauen und stärken auch ökologische Aspekte der Lebensmittelversorgung.

Der Schlachthof könnte beispielsweise in einem Genossenschaftsmodell laufen, bei welchem Landwirte, Metzger, aber auch Bürgerinnen und Bürger und eben die Städte Anteile haben. Dies würde die Akzeptanz steigern und zu einer Transparenz führen, die nach den jüngsten Entwicklungen dringend geboten ist.

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