Der Name „Wies“-„Baden“ sagt es ja bereits: In kaum einer anderen Stadt Deutschlands spielen Grünanlagen und Wasser eine so große Rolle wie bei uns in Wiesbaden: Rhein und Rheinwiesen bzw. Kurpark, Warmer Damm, Nerotal, Biebricher Schlosspark mit ihren Bächen und Seen sowie natürlich die heißen Thermalquellen in der Innenstadt – die bereits lange Liste ließe sich leicht noch erweitern. Diese Grünzüge und Wasserflächen prägen das Bild unserer Stadt und tragen erheblich zu der hohen Lebensqualität bei.
Aus diesem Alleinstellungsmerkmal sollten wir mehr machen: Damit Wiesbaden sein Image als „grüne Stadt“ (bitte nicht falsch verstehen: das ist natürlich nicht politisch gemeint) künftig noch stärker für das Stadtmarketing nutzen kann, schlage ich eine Bewerbung für die Bundesgartenschau vor. Motto: „Wasser, Wiesen, Wiesbaden“.
Unsere Stadt würde gleich mehrfach profitieren:
1. Stärkung des Tourismusstandorts (Nutzen für Hotels, Gastronomie, Kultur usw.)
2. Imagewerbung durch bundesweite Aufmerksamkeit im Zeitraum der BuGa
3. langfristige Aufwertung der Grünanlagen auch über die BuGa hinaus für die Freizeitnutzung und Naherholung der Wiesbadener.
Das Beispiel Koblenz zeigt, wie eine BuGa nicht nur kurzfristig wirkt, sondern auf lange Sicht die Struktur einer Stadt verbessern kann. Den größten Nutzen von einem solchen Großprojekt sehe ich deshalb darin, dass es wie ein Katalysator wirkt: Die unterschiedlichen kommunalen Akteure (Politik, Verwaltung, Bürgerschaft usw.) ziehen an einem Strang und entwerfen einen Gesamtplan, der davor, aber auch über die eigentliche BuGa hinaus, die Stadtentwicklung antreibt.

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