Verkehrspolitisches Ziel muss eine gute Erreichbarkeit der Innenstadt sein. Hierzu bedarf es eines bürgerfreundlichen Ausbaus des ÖPNV (z. B. Erweiterung der Nachtbusfahrten, Ringlinien, bedarfsgerechte Taktung), ohne dass dabei der zwingend notwendige und auch nicht vermeidbare motorisierte Individualverkehr rücksichtslos aus der Stadt verbannt wird. Vermittelnde Lösungen, die ich mir für Wiesbaden vorstellen könnte, wären etwa innenstadtnahe Parkhäuser und Park & Ride Flächen, von denen aus mit dem ÖPNV oder dem Fahrrad (Fahrradstationen) das Zentrum der Stadt erreicht werden kann.

Vorheriger Beitrag Nächster Beitrag

2 Kommentare

Arnd Mommsen, 27. August 2020 um 11:13 Uhr

Die CDU sollte hier ein eigenes Profil haben und nicht immer nur auf die Kowol-Ideen reagieren

Martin Kraft, 06. August 2020 um 16:36 Uhr

Meines Wissens gibt es bundesweit keine Großstadt, die mit einem reinen Bussystem einen hören ÖPNV-Anteil erreicht als Wiesbaden. Und auch Wiesbaden stößt (wie diverse Studien belegen) mit einem Bussystem schon lange an die Kapazitätsgrenzen. An gesichts von 1000 Busfahrten täglich ist z.B. in der Bahnhofstraßen auch keinen nenneswerte Taktverdichtung mehr drin.

Nach Ansicht der Experten ist daher der Bau eines deutlich leistungsfähigeren Verkehrssystem (wie z.B. der geplanten Straßenbahn) die Voraussetzung dafür, das ein weiteres Wachstum des ÖPNVs überhaupt möglich ist. Nur ein System mit einem starken Rückgrad erreicht zudem die kritische Masse, um überhaupt eine ausreichende Nachfrage für eine weitere Erschließung der Peripherie, tangentiale Busverbindungen und einen bessern Nachtfahrplan zu schaffen.

Kommentar schreiben

Diese Funktion steht nur angemeldeten Nutzern zur Verfügung!

Registrieren Anmelden